Sonntag, 24. Juni 2018

Frischer Fisch aus Portimão

Der schwache Hupton aus einer Fahrradtröte kündigt den fahrenden Fischhändler an, der frischen Fisch aus Portimão mit seinem nostalgischen R4 heraufbringt. Es wird wieder ein heißer Sommertag, der längste des Jahres an dem wir unseren Alterswohnsitz in der Sierra de Monchique begründen. 

In der zurückliegenden Zeit, meist im Spätherbst oder in der Zeit in der es in Berlin und Brandenburg grau in grau und unfreundlich ist, haben wir die Sonne in der Algarve gesucht. Es war das Licht, das wir in dieser Zeit so dringend brauchten. So sind wir auch wie viele andere zur Zeit, auf die Suche nach einem Grundstück in der Algarve gegangen.

Unser Häuschen stand schon fünf Jahre leer bevor wir nach zähen Verhandlungen uns mit den portugiesischen Vorbesitzern einigen konnten und die formalen administrativen Prozeduren mit Geduld und der Unterstützung eines deutsch/portugiesischen Anwalts durchgestanden hatten. Die portugiesische Sprache erweist sich als eine Hürde, die nicht so ohne weiteres zu nehmen ist oder zumindest so erscheint.

Aber auch die portugiesische Mentalität gibt uns immer wieder Grund über das vermeintliche Selbstverständnis der Dinge nachzudenken. Es ist nicht nur die Kluft zwischen Einheimischen und Zugereisten. Ausländer sind ganz klar Zugereiste. Aber auch Portugiesen, wenn sie zugezogen und nicht aus der Gegend sind. Das kennen wir ja auch. Preußen in Bayern und umgekehrt. Das dauert Generationen, wie auch die Vereinigung mit unseren Brüdern und Schwestern.

Ich kaufe zehn Sardinen für drei Euro und werde später den kleinen Holzkohlengrill anschmeißen, den ich beim Chinesen in Monchique gekauft habe.


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