Sonntag, 15. Juli 2018

Überraschung im Teupitzer See

Der Egsdorfer Horst sorgt für illustren Besucherstrom
Der Tupzer Hafen ist in diesen Tagen stark frequentiert. Wir legen an und der Kapitän des Fahrgastschiffes kommt auf uns zu mit ausgewiesener Fachkenntnis: Ahh, eine BARKAS, die habe ich lange gewerblich gefahren, bis hoch nach Schweden... Nicht nur sein Fahrgastschiff ist proppe voll, es floriert auch der Motorbootverleih. Ob die alle übersetzen wollen zum Egesdorfer Horst?


Einer, der auch ein Boot gechartert hatte und jetzt, nachdem er an Land kommt, mit uns ein wuschiges Gespräch beginnt, hat sich offensichtlich die Bootstour geleistet um ein adäquates Wassergrundstück zu suchen. Er kommt aus Berlin. Er sucht ein Wassergrundstück, das nicht weit vom Stadtkern der Hauptstadt entfernt ist und Platz zum Anlegen seiner tollen italienischen Yacht geeignet ist. Er sei es langsam satt jedesmal zur Côte d’Azur fliegen zu müssen, wo das tolle Boot jetzt liegt, um damit eine Runde zu skippern, der Angeber. Er wußte von der niedrigen Durchfahrthöhe der Brücke in Groß Köris von 3,80 m und fügte dazu: ich kann hydraulisch die Aufbauten soweit runterklappen... Leider habe ich ihm den Spaß verdorben, als ich ihn nach dem Tiefgang seiner Superyacht fragte. “Mit 1,30 m ist da leider kein Durchkommen” muß ich ihn zurechtweisen. “Die Fahrrinne im Großen Moddersee hat grade mal 1 m - tja, kann man nix machen.”

Nun ja. Er macht sich dann wieder vom Acker und ich gebe ihm noch den Rat mit auf den Weg sich mal in Potsdam umzuschauen. Ich hätte die allerbesten Erfahrungen im dortigen Yachthafen, da gäbe es noch mehr von seiner Sorte. Nein, nein. Er will partout sein eigenes Wassergrundstück an dem er sein Boot anlegen kann. 

Ich muß im Nachhinein zugeben, irgendwie kann ich den Stenz ja gut verstehen. Schließlich habe ich jahrelang darunter gelitten, daß ich mit meinen Flugzeugen nicht vor meine Stammkneipe rollen konnte...

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