Sonntag, 5. April 2020

Share the loneliness

https://www.schaubuehne.de/de/start/index.html
Jeden Tag ab 18:30 MESZ streamt die Schaubühne Berlin die besten Produktionen der letzten 20 Jahre. Es ist meine ultimative Empfehlung in Zeiten Coronas Theater zweidimensional zu erleben und sich zu freuen, wenn alles vorbei sein wird und die große Party beginnt.

Mittwoch, 1. April 2020

Jam Session 2002 @ EDVH aviators lodge

When I was younger than today life was much more horny as you can see ...
Gerne der Zeiten gedenk’ ich, da alle Glieder gelenkig – bis auf eins. Doch die Zeiten sind vorüber,
steif geworden alle Glieder – bis auf eins. (Johann Wolfgang von Goethe)

Dienstag, 24. März 2020

Marmorkuchen à la Oma Gerda



In unserer Familie ist es Tradition: Zu jedem Geburtstag oder einem anderen besonderen Anlass hat Oma Gerda den Marmorkuchen gebacken. Er ist unverwechselbar und schmeckt nach - ja eben nach dem Marmorkuchen der Familie. Es gibt ihn schon solange ich mich erinnern kann. Meine Mutter, „Oma Paulchen“, schrieb das Rezept in ihr Kochbuch in alter deutscher Handschrift: 450 gr. Zucker, 450 gr. Butter, 450 gr. Mehl, 10 Eier, etc.

Donnerstag, 19. März 2020

Radtour geht immer

Der Verkehr auf der Dorfstraße hat stark abgenommen
Wo sonst in dieser Jahreszeit der Spargelbauer seine Erntehelfer mit Omnibussen durchs Dorf auf die Felder bringt, sieht man heute nur die mobilen Pflegedienste, Müllautos und Paketdienste. In unserer Familie haben die Schulkinder wieder ganztägig ihre Eltern daheim, weil diese im Homeoffice den Corona-Ausnahmezustand zelebrieren. Bevor wir auch hierzulande die Ausgangssperre erwarten dürfen machen wir eine Radtour bei bestem Frühjahrswetter.

Freitag, 13. März 2020

Die Vernunft ist tot

Der eitle Eidinger übertreibts mit Ibsen; Theaterbesucher verlassen genervt die Vorstellung
Es scheint als hätte das Versammlungsverbot nicht nur wegen Corona an Überzeugung gewonnen. Das kulturelle Leben wird pauschal abgesagt, allein DIE AFFEN werden dennoch uraufgeführt.
Ich werde das Gefühl nicht los, dass auch meine Wesensart nach dem Besuch der Premiere sich jeden Tag verändert. Immer öfter stoße ich völlig überraschend Affenlaute aus, beuge mich nach vorn, laufe auf Händen und Knien und ernähre mich überwiegend von Bananen. Noch nie hatte ich so viel Haare auf dem Rücken und dem ganzen Körper...

Dienstag, 10. März 2020

Leben und leben lassen

Hinter der Maske muß noch Luft zum Atmen bleiben
In diesen Tagen geht der C-Virus um und nach China hat er Italien im Griff. Globalisierung, Wirtschafts- und Gesundheitssysteme werden verantwortlich gemacht, Kultur- und Sportveranstaltungen werden untersagt, Hamsterkäufe spiegeln die vermeintliche Stimmung im Land.
Mein Gemütszustand ist davon nicht spürbar betroffen, auch wenn ich mir den Spaß erlaube ein Selfie mit Schleifmaske und Sonnenbrille zu posten. Es bedrücken mich andere, weitaus unmittelbarere Probleme.

Samstag, 29. Februar 2020

Harold bites the dust

Wasser ist kostbares Gut, nicht nur in der Algarve
Nachdem wir drei Tage mit schwerem Gerät durch den Granit bohren und auf eine darunter liegende Schiefer-Schicht stossen finden wir Hinweise auf eine Wasser führende Schicht. Zu gering ist aber der Ertrag. In 120 m Tiefe brechen wir ab.

Eine zweite Bohrung ist später dann erfolgreich und wir verspüren Lust zu feiern. Spontan lade ich zur ‚we-have-water‘-Party im Garten und viele kommen: Nette Nachbarn und auch neue Bekannte, unser Handwerker-Kernteam, Freunde und leider auch Besucher mit dogmatischer, an Öko-Faschismus grenzender Haltung: Ein unabhängig vom Stadtwasser betriebener Brunnen zur Gartenbewässerung, wie wir das jetzt machen wollen, ist dabei der Anstoß. Mit vermeintlich einfühlsamer Moral wird vom Missbrauch des kostbaren Wassers zur Bewässerung von Blumen und Rasen anstatt zum Anbau von Gemüse und Obst, also vorzugsweise zur ertragsorientierten Landwirtschaft anstatt Ziergarten gesprochen. Das Thema ist geeignet uns in der Dorfgemeinschaft zu diskreditieren, in der wir ja nun mal ein angenehmes Miteinander anstreben. Ich kann mich nur mit höchster Anstrengung zurückhalten ohne unsachlich zu werden und beschließe bei passender Gelegenheit dem unsympathischen Narzissten seine Respektlosigkeit als Gast zu quittieren.

Não há sábado sem sol, nem jardim sem flores, nem velhas sem dores, nem moças sem seus amores (portugiesisches Sprichwort)

Montag, 3. Februar 2020

Score board

Score board
Once upon a time a score board was created on a very nice and sunny day where Harold and Barbara joint me for Petanca Openings Casais Court 2nd Feb 20

Montag, 20. Januar 2020

SUIVRE UN COLIS RIEN DE PLUS SIMPLE


Bildquelle: Tagesschau
En raison de mouvements sociaux les liaisons sont fortement perturbées entraînant des retards de livraisonMerci de votre compréhension
Ich fürchte mein Paket wurde vom gnadenlosen französischen Streikmob auf dem Landweg von Deutschland nach Portugal unwiederbringlich zertreten und entsorgt. Bisher hielt ich an der Hoffnung fest, daß meine wiederholten Recherchen und Nachforschungsanträge irgendwann mal fruchten. Am 27. November 2019 wurde mein Paket durch den HERMES Paketdienst übernommen und in mein Winterdomizil in die Algarve verschickt. Der Inhalt besteht aus Akten und Dokumenten, unwiederbringliche Originale deren materieller Marktwert dem von Altpapier entspricht. Dort ist es bis heute nicht angekommen noch ist es zum Absender zurückgeführt worden. Jetzt stirbt langsam meine Hoffnung auf ein glückliches Wiedersehen.*

FOIRE AUX QUESTIONS: Que faire si mon colis est perdu ?

En cas de colis perdu , notre service dédié contactera l'expéditeur dans les 10 jours suivant la déclaration de perte du colis pour procéder à l’indemnisation dont le montant dépendra du niveau d'assurance souscrit.

* nach 10 Wochen Quarantäne kommt das Paket unbeschädigt aus Lille zurück. Unglaublich. Hat es den Streikenden genützt? Mir hat es auf der Seele gelegen und mein Verständnis für das Anliegen der Gewerkschaft ist beschädigt, wie auch für das Vertrauen in den Paketdienst.

Samstag, 18. Januar 2020

Auf das was da noch kommt

Es geht grad erst los, ich will so viel noch seh'n
Will gegen die Wand fahr'n und wieder aufsteh'n (
Max Giesinger)
Müssen immer erst schlimme Nachrichten wachrütteln bis sich im Alltag das Gefühl wieder einstellt wie schön es ist den Augenblick zu genießen, die Sonne auf der Haut zu spüren, das Grün zu atmen, einfach zu leben und gespannt sein auf das was da noch kommt. Die Sinnfrage nach dem Leben an sich ist ohnehin absurd, denn es endet gewiß mit dem Tod. 

Sonntag, 5. Januar 2020

Jahreswechsel im Exil

Anne Bonny frisch vom Hundefrisör 

Beim spontanen Besuch von Birgit und Ulli zu Silvester zeigte sich die Algarve von ihrer schönsten Winterwetterseite. „Anbaden“ im Neuen Jahr bei 15 grad Wassertemperatur und 20 grad Lufttemperatur erleichtert dieses Ritual enorm. Die schon traditionelle Silvesterparty bei Otto und Sabine in der Ruine konnte wieder zu phänomenalem Dancefloor gesteigert werden und Eina‘s Vocal Improvisationen klingen weiter nach in den dicken Granitmauern bis zum nächsten Mal.