Sonntag, 24. Juni 2018

Frischer Fisch aus Portimão

Der schwache Hupton aus einer Fahrradtröte kündigt den fahrenden Fischhändler an, der frischen Fisch aus Portimão mit seinem nostalgischen R4 heraufbringt. Es wird wieder ein heißer Sommertag, der längste des Jahres an dem wir unseren Alterswohnsitz in der Sierra de Monchique begründen. 

In der zurückliegenden Zeit, meist im Spätherbst oder in der Zeit in der es in Berlin und Brandenburg grau in grau und unfreundlich ist, haben wir die Sonne in der Algarve gesucht. Es war das Licht, das wir in dieser Zeit so dringend brauchten. So sind wir auch wie viele andere zur Zeit, auf die Suche nach einem Grundstück in der Algarve gegangen.

Unser Häuschen stand schon fünf Jahre leer bevor wir nach zähen Verhandlungen uns mit den portugiesischen Vorbesitzern einigen konnten und die formalen administrativen Prozeduren mit Geduld und der Unterstützung eines deutsch/portugiesischen Anwalts durchgestanden hatten. Die portugiesische Sprache erweist sich als eine Hürde, die nicht so ohne weiteres zu nehmen ist oder zumindest so erscheint.

Aber auch die portugiesische Mentalität gibt uns immer wieder Grund über das vermeintliche Selbstverständnis der Dinge nachzudenken. Es ist nicht nur die Kluft zwischen Einheimischen und Zugereisten. Ausländer sind ganz klar Zugereiste. Aber auch Portugiesen, wenn sie zugezogen und nicht aus der Gegend sind. Das kennen wir ja auch. Preußen in Bayern und umgekehrt. Das dauert Generationen, wie auch die Vereinigung mit unseren Brüdern und Schwestern.

Ich kaufe zehn Sardinen für drei Euro und werde später den kleinen Holzkohlengrill anschmeißen, den ich beim Chinesen in Monchique gekauft habe.


Freitag, 22. Juni 2018

Mein Geburtstagsgeschenk


Es war mein Geburtstag und ich wollte mir eine besondere Freude machen. Ein Rundflug im offenen, nostalgischen Doppeldecker. In unserer Stampe SV4C, gebaut im Jahre meiner Geburt.

Die Stimmung an dem kleinen Sportflugplatz, an dem wir als Berliner Flieger schon mehr als nur Gäste im niedersächsischen Verein aufgenommen waren ist ganz nah an dem Idealbild der Fliegerfolklore, wie wir sie gerne im Kino zu Zeiten der Barnstormers gesehen haben. Die Tage sind gefüllt mit der Wartung des betagten Motors und gelegentlichen Flügen, um den Trainingsstand im Kunstflug zu halten. Allabendliches gemeinsames Kochen und lange Gespräche am Lagerfeuer. Es sind nur wenige Meter von unserer Unterkunft, einem Holzhaus Ensemble am Rande der Piste bis zum Hangar. Während unseres Wegs dorthin erkenne ich das Problem.

Ein steifer Ostwind. Keine Ahnung, bestimmt 15 bis 20 km/h. Quer zur Start- und Landebahn. Viel zu stark für den Flugbetrieb mit einen Tail-Dragger. So nennt man Spornrad gesteuerte Flugzeuge. Und unsere Stampe hat ein Spornrad, allerdings ist dieses nicht gesteuert. 

Wo ist das Problem? Wir betreiben ein Spornrad gesteuertes Flugzeug, dessen Sporn lediglich ein nachlaufendes Rad ohne Lenkfunktion hat. Ja klar. Zu seiner Zeit war das von untergeordneter Bedeutung, weil Flugplätze keine ausgewiesene Start- und Landebahn besaßen, sondern Starten und Landen immer genau in Windrichtung gewählt wurde, also als Flugfeld kreisrund angelegt waren. 

Unser Flugplatz ist nicht kreisrund angelegt, hat aber quer zur Bahn eine lang gestreckte Abstellfläche für Flugzeuge, die nicht hangariert oder zu Besuch gekommen sind und draußen stehen. Und heute, an meinem Geburtstag war diese Grasfläche frei und ich beschloß nach einer Begehung zu Fuß meine Landerichtung für meinen Geburtstagsflug hier zwischen den Landereitern quer zur Bahn zu definieren. 

Samstag, 2. Juni 2018

Prédios Rústicos

Unser Garten soll mal nach den Prinzipien der Permakultur bestellt werden. 
Von hier aus kann ich gleichzeitig Portimão, Lagoa und Lagos sehen.